Philadelphiahof, Leonberg

 

Auf einen Blick

 

landwirtschaftliche Nutzfläche: etwa 65 Hektar

 

Pflanzenbau:

Getreide, Kartoffelbau, Ackerfutter, Grünland, Obstbau, Feldgemüse

 

Tierhaltung:

Milchvieh mit Nachzucht

 

Besonderheiten:

Biolandbetrieb mit Direktvermarktung

 

Themen:

Milchkühe auf dem Bauernhof (Von der Kuh zur Milch; Melken, Fütterung, Haltung), Kartoffelernte, Unterschied zwischen Öko und konventioneller Landwirtschaft

 

Klassenstufe:

1. bis 12. Klasse, bevorzugt Grundschulen sowie Klasse 5 und 6

 

Landwirtschaft trifft auf „Philadelphia“

 

Der Philadelphia Verein e.V. in Leonberg betreibt seit den 1950er Jahren eine eigene Landwirtschaft

 

Wer sich schon immer fragte wie Landwirtschaft und Religion zusammenhängen, der findet auf dem Philadelphia-Hof in Leonberg womöglich eine Antwort. Der Philadelphia-Verein e.V. ist rechtlicher Träger des Philadelphia-Werkes, ein konfessionell freies, christliches Werk mit diakonischen Einrichtungen. Philadelphia wird aus dem griechischen abgeleitet und bedeutet „geschwisterliche Liebe“.

 

In den frühen 50er Jahren übernahm der Verein von einer Witwe deren landwirtschaftlichen Betrieb, der bis heute bewirtschaftet wird. Damals stand zunächst einmal die Versorgung der Gemeinschaft mit Lebensmitteln im Vordergrund. Auch der Gedanke, dass man wissen will, woher die eigenen Nahrungsmittel kommen spielte dabei eine wichtige Rolle. Da der damalige Betriebsleiter am eigenen Leib die Folgen eines unsachgemäßen Spritzmitteleinsatzes zu spüren bekam war für ihn klar, dass er den Betrieb künftig ökologisch in Bioland-Qualität bewirtschaften möchte. Im Großraum Stuttgart leisteten die damaligen Mitarbeiter echte Pionierarbeit. Vor allem die Vermarktung der Produkte gestaltete sich anfangs schwierig. Wer kannte schon Biolebensmittel und deren Vorzüge?

 

1961 wurde schließlich ein Aussiedlerhof gebaut. Dieser gliedert sich in die Bereiche Landwirtschaft und Gärtnerei, die beide ihren eigenen Betriebsleiter haben. In den 70er Jahren kam dann noch der Hofladen dazu. Schnell hatte sich die Qualität der dort angebotenen Produkte herumgesprochen und der Andrang war groß. Zeitweise gab es sogar richtige Warteschlangen.

 

 

Heute ist Andreas Müller für den landwirtschaftlichen Bereich zuständig. Der Landwirtschaftstechniker aus Norddeutschland stammt selbst von einem Bauernhof, der nun von seinem Bruder geführt wird. Der Zivildienst hat ihn vor mehr als 20 Jahren in den Süden Deutschlands verschlagen. Sein damaliger Chef hatte gute Kontakte zum Philadelphia Verein e.V. in Leonberg und hat ihn dorthin empfohlen. Andreas Müller und seine Frau  wohnen von Anfang an auf dem Hof. Er und seine Familie  fühlen sich heute im „Schwabenländle“ pudelwohl.

 

Unter der Leitung von Andreas Müller und Gärtnermeister Sebastian Soiné, haben sich Landwirtschaft und Gärtnerei auf dem Philadelphiahof in den letzten Jahren stetig entwickelt. 1997 wurde der alte Anbindestall für 15 Kühe zu einem modernen Laufstall umgebaut. Inzwischen finden 40 Milchkühe dort Platz. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel verschiedene Plantagen wo Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren selbst gepflückt werden können. Neu ist auch, das vor zwei Jahren eingeführte Abokistensystem, bei dem Kunden im Umkreis von 20 Kilometern wöchentlich frisches Gemüse geliefert bekommen. Die anfallenden Arbeiten auf den Betrieben werden in der Landwirtschaft und der Gärtnerei je von zwei Mitarbeiter und einem Praktikanten erledigt. Da gibt es immer alle Hände voll zu tun!

 

Auch Andreas Müller ist Gründungsmitglied unseres Vereins Lernort Bauernhof im Heckengäu. In der Anfangszeit wurde viel dazu gelernt und getüftelt um das Programm für die Schulklassen zu optimieren. Zwischenzeitlich profitieren die Kids von der Routine des engagierten Betriebsleiters und erleben den Lernort Bauernhof mit allen Sinnen.

 

 

Ansprechpartner:

Philadelphiahof

Andreas Müller

Strohgäustr. 52
71229 Leonberg

Tel.: 07152-28556

Mobil: 0170-1544702
Email: landwirtschaft@ph-v.de

Homepage: www.philadelphia-bioland.de

 

Anfahrt:

Bushaltestelle Strohgäustr, Fußweg ca. 300 m oder S-Bahn Haltestelle Häfingen mit einem Fußweg von 20 Minuten

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